Politik im Hof

Antragsteller*in: Förderverein Brauchtumspflege Bautzen e.V.

Seit 2016 findet jedes Jahr die Veranstaltung „Politik im Hof“ in Form eines Bürgerdialoges organisiert von Seidauer Bürgern statt. Im Jahr 2020 musste die Veranstaltung coronabedingt abgesagt werden. Neu war und ist, dass die Seidauer Bürger selbst zum Dialog einladen. Der Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik, Bürgern und Verwaltung hat sich seitdem verbessert. An diesem Prozess möchte die Initiative auch 2021 Weiterarbeiten. Der Dialog braucht Kontinuität. Die Themen der Bürgerinnen vor Ort mit Politik und Verwaltung zu besprechen und Projekte zu realisieren braucht ein regelmäßiges Format und müssen stets an die aktuellen Themen angepasst werden.

1 .Ziel ist die Einbindung der Seidauer aber auch Bautzener Bürger in Entscheidungsprozesse der Kommunalpolitik. (Bürgerbeteiligung)

2. Ziel ist das Miteinander im Stadtteil zu verbessern über gemeinsam organisierte Projekte

3.Das Projekt zielt auf eine nachhaltige Vernetzung ab. Vernetzung von Bürgern, Politik und Verwaltung.

Die fünfte Runde von Politik im Hof soll in diesem Jahr wie gewohnt im September (12.09.2021) stattfinden. In diesem Jahr also unmittelbar vor der Bundestagswahl.Diese Plattform soll allen Bürgern der Stadt die Möglichkeit geben, sich mit den Politikern sowie den Stadträten über aktuelle Themen auszutauschen.Hauptthema wird das in 2019 schon angerissene Thema: Aufwertung des Spreetals durch geeignete Maßnahmen sein.Darüber hinaus die Weiterentwicklung des Geschichtspfades der Seidau sowie Umgestaltung des Spielplatzes auf dem Protschenberg.

Altstadtfestival – Wasser, Kunst, Licht

Antragsteller*in: Förderverein Brauchtumspflege Bautzen e.V.

Mit dem Altstadtfestival vom 27.08.-29.08.2021 will der Förderverein das große Engagement der Bürger nutzen und gleichzeitig ihre Identifikation mit der Stadt stärken. Die kulturelle Vielfalt soll damit zum Ausdruck kommen. Besonderen Stellenwert nimmt die gemeinsame Gestaltung von Sorben und Deutschen ein. Die Bautzener Bürger können den Gästen gegenüber Gastfreundschaft und Weltoffenheit demonstrieren. Leider musste im vergangenen Jahr das traditionelle Fest wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Der Förderverein hat sich entschlossen, das Festival mit seiner einzigartigen Dichte und Vielfalt, getragen von einem großen ehrenamtlichen Engagement, in diesem Jahr fortzusetzen. Damit soll den Einwohnern der Stadt
nach den vielen Einschränkungen der letzten Monate wieder Freude und
Lebensgefühl vermittelt werden. Darüber hinaus möchte der Verein den vielen Akteuren aus den Bereichen Kunst, Musik, Theater, Handwerk und Brauchtum Gelegenheit geben, ihr Engagement in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Altstadtfestival verfolgt vordergründig das Ziel, das gesellschaftliche Klima in unserer Stadt zu verbessern. Das Projekt verbindet Menschen mit unterschiedlichen politischen Auffassungen innerhalb des demokratischen Spektrums. Unsere Erfahrungen aus den letzten Jahren haben eindrucksvoll gezeigt, dass eine aktive Teilhabe an bestimmten
Projekten die Identität mit der eigenen Stadt stärkt. Gleichzeitig bewirkt die Herangehensweise eine neue Motivation für andere Akteure im Ehrenamt aktiv zu sein. So möchten wir den Einwohnern vermitteln, dass trotz der großen Schwierigkeiten wegen Covid 19 die Stadtgesellschaft lebendig ist und zur Normalität zurückkehren möchte. Das Altstadtfestival leistet damit einen großen Beitrag für die kulturelle Bindung der Menschen an die heimatliche Region. Nicht zuletzt ist es ein klassisches Beispiel für ein zielgerichtetes Zusammenwirken zwischen staatlichen Akteuren und der Zivilgesellschaft für die zukünftigen Stadtentwicklung.

Jugendideenkonferenz Reloaded

Antragsteller*in: AWO Landesverband Sachsen e.V.

Aus dem Vorbereitungstreffen der Demokratiekonferenz der PfD am 1.10.2020 wurde der Bedarf nach einer lebendigen und nachhaltigen Jugendbeteiligungskultur in Bautzen angezeigt. Die Jugendideenkonferent Reloaded möchte diesem Bedarf Rechnung tragen. Jugendliche werden in der Stadt oft negativ wahrgenommen (Lärm öffentliche Plätze), häufig stereotyp in politisch rechts oder links eingeordnet, ihre Aktionen klein geredet. Mutmaßliche Ursache: das Potential der Kontinuität bei der Entwicklung von Jugendbeteiligungsformaten ist nicht gänzlich ausgeschöpft. Es bedarf weiterer Formen der Vernetzung für Jugendliche zur Stärkung des Gemeinschaftssinnes untereinander und miteinander, sowie zusätzliche attraktive Dialogformate zw. Jugendlichen & Politkerinnen in der Stadt. Es braucht eine vermittelnde Instanz zwischen Politik und Jugendlichen, die dabei unterstützt, die Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Jugendlichen, Stadtpolitikerinnen und Verwaltung deutlich zu verbessern.

Es werden fünf Jugendideenkonferenzen in verschiedenen Stadtteilen Bautzens durchgeführt. Insgesamt 200 Jugendliche bekommen dabei die Möglichkeit, sich an einem neutralen Ort und in geschütztem Rahmen zu begegnen, und in einen fruchtbaren vertrauensbildenden Diskurs zu gehen Sie formulieren gemeinsam ihre Wünsche und Ideen für ein gutes und schönes Leben für alle in Bautzen Die methodische Rahmung der Konferenzen gewährleistet dabei eine gewaltfreie Kommunikation Zudem wird dadurch sichergestellt, dass die Wünsche und Ideen in gleichberechtigter Form sowohl unter den Jugendlichen gegenseitig als auch gegenüber Institutionen, Vereinen und Bürgerinnen der Stadt wertneutral formuliert werden können.

Die Ergebnisse werden in aufbereiteter Form als Druckerzeugnis sowie in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung der Jugendideenkonferenzen erfolgt dabei in für Jugendliche attraktiven, modernen und niedrigschwelligen Formaten. Die klassisch analogen Veranstaltungsformate werden durch digitale Kommunikationsplattformen und digitale Partizipationstools ergänzt und erweitert.

Mit mindestens drei Treffen wird der Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes verschiedener Vereine, Organisationen, Stadträtinnen, von Verwaltung und Schulen forciert. Ziel ist Strukturen und Ressourcen bereitzustellen sowie synergetische Formate zu entwickeln um die Möglichkeiten eine r aktive n Beteiligung Jugendlicher sowohl am soziokulturellen Leben in der Stadt d er Umsetzung von Projektideen Jugendlicher, als auch Mitspracherechte bei
Themen der Stadtentwicklung sowie in Schulen zu erörtern
Die Ergebnisse der Jugendideenkonferenzen werden am Jahresende dem Stadtrat Bautze n s präsentiert

Zurück in die Zukunft- Musikalischer Gesprächssalon

Antragsteller*in: Förderverein Kommen und Gehen e.V.

Der musikalische Gesprächssalon „Zurück in die Zukunft“ reist durch die Oberlausitz. Eine Region, die durch eine junge Krisen -und Transformationsgeschichte gezeichnet und stark vernachlässigt wurde. Der announcierte Strukturwandel soll nicht nur den Wandel unterstützen, sondern der gebeutelten Region auf die Sprünge helfen. Aber was hilft? Wohin soll es sich wandeln? Wer springt? Diese Fragen versucht der musikalische Gesprächssalon durch die partizipatorische Kombination von musikalischen, dialogischen und bildnerischen Mitteln zu beantworten. In Kooperation mit der Stadt Bautzen, Kuturreferat, wird der Salon Station in Bautzen zum Stadtfest machen, um die Problem- und Konfliktlagen sichtbar zu machen, zu sammeln und zu adressieren. Dabei zielt der Salon auf die Möglichkeiten und Probleme des Strukturwandels und auf die Vernetzung über die Stadtgrenzen hinaus. Die positive Sichtbarkeit der Oberlausitz ist Hauptaugenmerk.

Mit „Zurück in die Zukunft“ sollen mit musikalischen, dialogischen und bildnerischen Mitteln die Menschen der Stadt Bautzen zu einer respektvollen Auseinandersetzung über politische, kulturelle und gesellschaftliche Ideen und Positionen sowie zu einer dynamischen Debatte zum Thema Zukunft zu ihrer Stadt und Region aktiviert werden.Dabei soll ihre gegenseitige Akzeptanz der Diversität gestärkt werden. Anhand niederschwelliger, popkultureller Angebote spricht das Projekt ein breites Publikum an und legt verschiedene Beteiligungszugänge für alle vielfältigen Bautzener Bürger*innen. Das Format probiert neue Methoden der Diskussions- und Streitkultur aus und trägt zur einer respektvollen Kultur des demokratischen Streits bei. Die Ergebnisse der Debatte werden in einem überregionalem Treffen zum Thema Strukturwandel in der Oberlausitz im September 2021 präsentiert und an politisch Verantwortliche transportiert und sollen nachhaltig zu regionalen Lösungen des Strukturwandels beitragen.

Bautzen gegen Extremismus

Antragsteller*in: Steinhaus e.V.

Die Bürgerinitiative „Bautzen gegen Extremismus“ möchte im Jahr 2021 an die Arbeit von 2020 anknüpfen und die, aufgrund der Pandemie nicht stattfindenden Veranstaltungen nun 2021 durchführen und auf den gewonnenen Erfahrungen aufbauen. Die Bürgerinitiative sieht weiterhin eine extreme Spaltung in der Stadt Bautzen zu den Themen Extremismus. Die Veranstaltung im Oktober 2020 mit Prof. Baakes in der Krone hat gezeigt, dass eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppierungen an dem Thema Extremismus sehr wertvoll ist und den Prozess des Dialogs vorantreibt. Es konnten sehr unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden. Anhand der Fragen der Teilnehmenden konnte festgestellt werden, dass es immernoch wenig Wissen zu den Hintergründen und Fakten zu den Phänomenen Rechtsextremismus, Linksextremismus und religiöser Extremismus in Bautzen und in der Region gibt.

Die Bürgerinitiative möchte Extremismus und extremistische Tendenzen jeglicher Art entschieden entgegentreten. Ziele sind Wissensvermittlung und Austausch zu den Themen Rechtsextremismus, Linksextremismus, religiöser Extremismus sowie Förderung einer konstruktiven Streitkultur in der Stadtgesellschaft in Form von Dialog zwischen Bürgern unterschiedlicher politischer Meinungen. Sie wollen die aktuelle Situation in der Region analysieren in Kooperation mit Schulen, Vereinen, Mandatsträgern und engagierten Bürgern und daraus Handlungsempfehlungen für die Kommunalpolitik ableiten. Umgesetzt werden 2 Veranstaltungen im Sommer und im Herbst und eine Onlineveranstaltung.